Schokoladen-Nuss-Brombeer-Tarte (und ein Törtchen)

Letztens an einem freien Wochentag mitten in einer Woche habe ich einen kleinen Ausflug an der Elbe gemacht. Das Wetter war phänomenal und so habe ich mich auf mein Rad geschwungen, nach 5 Minuten war ich an der Elbe und von da an ging es immer am Wasser entlang. Wunderbar, die frische Luft, Ruhe (die hat man leider am Wochenende auf den meisten Abschnitten dieser Strecke nicht…) und Bewegung! Eine Pause habe ich am Strand vor dem Leuchtturm Wittenbergen gemacht. Und wie gut, dass ich eine kleine Tarte dabei hatte, um meine Energiereserven für den Rückweg aufzutanken 🙂

Und noch besser, dass ich diese bereits zu hause abgelichtet hatte, denn nach der Tour sah sie nicht mehr so repräsentabel aus. Aber geschmeckt hat sie phantastisch! Der Kakao-Boden hat ganz toll zu der fruchtigen Brombeer-Creme gepasst und die gerösteten Haselnüsse dazu waren ein Knaller. Dieses Rezept möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. 

Schokoladen-Nuss-Brombeer-Tarte

Boden, Pate Sablée mit Kakao

340g Mehl
60g Kakao (ungesüßten)
1 1/4 TL Salz
200g kalte, gewürfelte Butter
100g feiner Zucker
1 Eigelb

Mehl, Kakao und Salz vermischen, dann die Butterwürfel zwischen Daumen und Fingern mit den trockenen Zutaten verreiben bis grobe Brösel entstehen. Dann ein Häufchen darauf bilden, in der Mitte einen Kraten bilden und den Zucker und das Eigelb hineingeben. Wie vorher alles miteinander verreiben (richtiges kneten ist bei diesem Teig nicht angesagt). Wenn sich alles gerade so verbunden hat, den Teig zu einer platten Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mind. 2 Std in den Kühlschrank legen.
Dann den Teig ausrollen und in die Form geben. Anschließend nochmal für ca. 30Min in den Kühlschrank stellen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C 20 Min blindbacken (Backpapier auf den Boden legen und getrocknete Hülsenfrüchte o.ä. darauf geben). Boden abkühlen lassen.

Mir hat der Boden ehrlich gesagt dann bei der Verarbeitung etwas Ärger bereitet… Der Teig war auch nach der Kühlschrankzeit noch recht bröselig (ich nehme stark an, dass der so soll ;-)). Und ich vermute das recht warme Sommerwetter hat sein übriges dazu getan, dass es schwer war eine ausreichend große zusammenhängende Teigplatte für die Form auszurollen. Und vor allem den Teig dann ohne Rissen in die Form zu transportieren waren quasi unmöglich. Ich empfehle daher an einem sehr kühlen Ort sehr schnell zu arbeiten (damit der Teig nicht zu warm wird) und ausreichend Mehl auf Arbeitsfläche und Ausrollholz zu geben (damit nichts anklebt). Ggf. den ausgerollten Teig zwischendurch nochmal in den Kühlschrank stellen (dann musst Du natürlich auf einem Brett o.ä. ausrollen). Falls der Teig in der Form dann doch Risse hat, einfach mit etwas Teig ausbessern, damit Du einen durchgängigen Boden bekommst.
Bei mir war es außerdem so, dass nach dem Backen eine Schicht des Bodens am Backpapier kleben blieb. Wenn man aber die Hülsenfrüchte entfernt, den Boden kurz etwas abkühlen lässt und dann mit einem Löffel über das Backpapier auf der gesamten Fläche des Bodens streicht und so alles etwas zusammendrückst, sollte sich das Papier ohne Probleme lösen lassen. So hat es zumindest bei mir dann funktioniert.

Tja, war etwas mühsam das Ganze. Ich muss aber sagen, dass es sich aus meiner Sicht lohnt, denn der Boden schmeckt wirklich lecker keksig und kakaoig!

Füllung
250g Brombeeren
4 EL Zucker
50g Sahne
250g Magerquark
125g Mascarpone
etwas Vanilleextrakt (ich verwende selbsthergestelltes)
100ml Milch
10g Agartine

Brombeeren und die Häfte des Zuckers in einem Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 10 Min köcheln lassen. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, durch ein Sieb streichen (Kerne entfernen…). Dann abkühlen lassen.

Sahne steifschlagen, in den Kühlschrank stellen.
Quark, Mascarpone, restlicher Zucker und Vanilleextrakt gut verrühren.
Milch und Agartine nach Packungsanweisung aufkochen (ich habe Agartine das erste Mal benutzt und es hat super funktioniert). Etwas Quarkmasse dazu geben und verrühren (um einen Temperaturausgleich zu schaffen). Dann Agartine-Masse und Quark-Creme komplett verrühren.
Das abgekühlte Brombeerpürree einrühren und Sahne unterheben.

Die Creme auf den abgekühlten Boden geben, glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Topping
Brombeeren
Haselnüsse (oder andere Nüsse)

Die Nüsse in einer Pfanne etwas anrösten, abkühlen lassen. Nach belieben klein hacken oder ganz lassen.
Vor dem Servieren die Nüsse und Brombeeren auf der Tarte anrichten.
Genießen!

So und nun noch kurz zu dem „Törtchen“: Ehrlicherweise war die hier beschrieben Tarte eine Resteverwertung 😉 und was für eine leckere! Ich hatte nämlich für einen Freund ein Schokoladen-Nuss-Brombeer-Geburtstagstörtchen gebacken. Im Boden waren geröstete, gemahlene Nüsse mitverarbeitet, was dem ganzen eine super nussige Note gegeben hat. Die Creme war die oben beschriebene und außen drum kam noch eine Zartbitter-Ganache. Dem Geburtstagskind hat es auf jeden Fall geschmeckt  mit Blick auf das Dockland an der Elbe. Vielen Dank für die Bereitstellung des Fotos, liebes Geburtstagskind!

Auf die nächste Ta(r)t(e)!
Eure Anne

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3 Gedanken zu “Schokoladen-Nuss-Brombeer-Tarte (und ein Törtchen)

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