Leichte Blaubeer-Tarte mit Lemon Curd-Joghurt-Füllung

Es ist heiß. Wirklich, wir haben hier in Norddeutschland endlich richtige Sommertemperaturen! Und die kann ich gerade sehr gut genießen: Sommerkleidchen an, im Park liegen, an der Elbe spazieren gehen, Eiskaffee trinken… Toll! 🙂 Und ehrlich gesagt habe ich trotz des warmen Wetters Lust zu backen. Aber es sollte diesmal etwas leichtes sein. Und das ist es auch geworden: Meine heutige Tarte hat eine Füllung aus Joghurt, Quark und Sahne supportet durch ein selbstgemachtes, erfrischendes Lemon Curd und oben drauf trohnen eine ganze Menge Waldblaubeeren. Diese Tarte kann man wunderbar an einem heißen Sommertag zum Picknick an einem schattigen Plätzchen genießen! 

Die Herstellung hat bei der Hitze dann allerdings doch eine Herausforderung mit sich gebracht… Ich habe nämlich dieses Mal einen anderen Boden gebacken. Es handelt sich um den sogenannten Pâte Sablée, übersetzt mit Sandmasse. Das Rezept habe ich in dem schönen Buch „Backen à la française“ von Jean Michel Raynaud gefunden, der diesen Teig in seinem Kapitel über Tartes vorstellt und ihn auch in den meisten dort beschriebenen Rezepten verwendet. Der Pâte Sablée sollte bei der Verarbeitung, insbesondere beim Ausrollen schön kühl sein. Ihr ahnt es wahrscheinlich schon… bei Temperaturen von knapp 30°C und direkt durch das Küchenfenster auf die Arbeitsfläche scheinender Mittagssonne ist das ein eher schwer zu erreichender Zustand. Ich habe den Teig dann in Stückchen in die Form gepuzzelt und zusammengedrückt. Das hat funktioniert und der Boden war trotz der Widrigkeiten sehr lecker! Ich werde ihn ganz bestimmt nochmal machen – dafür (und nur dafür!) sehne ich mir niedrigere Temperaturen herbei ☺ 
Für die Füllung der Tarte habe ich nach einer leichten Creme gesucht. Gut gefallen hat mir diese Joghurt-Creme von Sally, die ich dann auch mit leicht abgewandelten Mengenverhältnissen verwendet habe.

Aber nun los, hier kommt die Anleitung:
Blaubeer-Tarte mit Lemon Curd-Joghurt-Füllung

Boden, Pâte Sablée (Sandmasse) nach Jean Michel Raynaud
(Die Menge war für meinen Bedarf viel zu viel. Ich habe eine kleine Tarteform und einen Tarte-Ring mit 10cm Durchmesser verwendet. Den übrigen Teig habe ich eingefroren. Mal sehen, wie der Teig sich dann bei späterer Verwendung verhält. Anmerkung: Den Teig habe ich ca. 1 Woche später für eine Aprikosen-Rosmarin-Tarte verwendet. Das hat super funktioniert, die Tarte war super lecker. Von der Tarte habe ich allerdings kein Foto gemacht – bei anderer Gelegenheit schreibe ich dann nochmal einen Blog-Post mit dem Rezept.)

300g Mehl
1 1/4 TL Salz
200g kalte Butter, gewürfelt
100g feiner Zucker
1 Eigelb (optional – ich habe es verwendet)

Mehl, Salz und Butter vermengen, sodass Brösel/Streusel entstehen.
Daraus ein Häufchen bilden, in der Mitte eine Mulde bilden und den Zucker und das Eigelb hinein geben. Dies dann in die Mehl-Butter-Mischung reiben. Nicht kneten!
Dann den Teig zu einem flachen Kloß formen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 2 Std in den Kühlschrank damit.
Nach dieser Zeit den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die (ggf. gefettete) Tarteform auskleiden. (Wie schon erwähnt, dies war bei mir etwas heikel und hat wegen der Außentemperaturen nicht so gut funktioniert.)
Den Boden nochmal für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Backofen auf 180°C vorheizen. Den Boden für 20 Minuten „blindbacken“. Vollständig abkühlen lassen.

Füllung
100 ml Sahne
etwas San Apart zum Festigen der Sahne
125 g Magerquark
200 g Joghurt (ich habe laktosefreien verwendet, weil der gerade da war)
50 g Zucker
6 Blatt Gelatine
Lemon Curd, Menge nach Belieben (ich habe selbstgemachtes verwendet, aber gekauftes von guter Qualität geht natürlich auch)

Die Sahne mit San Apart steif schlagen und kühl stellen.
Quark, Joghurt und Zucker glatt rühren.
Die Gelatine in etwas Wasser einweichen. Nach ca. 5 Minuten erhitzen (nicht kochen!), sodass sie komplett schmilzt.
Etwas von der Joghurt-Creme in die Gelatine einrühren, sodass sich die Temperatur angleicht. Dann nach und nach die gesamte Joghurt-Creme mit der Gelatine verrühren. Kalt stellen.
Nach einiger Zeit, wenn die Creme schon schön kühl und etwas fest geworden ist, die Sahne unterheben.
Diese Masse auf den abgekühlten Tarte-Boden füllen.
Die Tarte für 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Das empfehle ich zu machen, bevor die Beeren darauf kommen. Wenn man die Beeren direkt auf die noch nicht ganz feste Füllung gibt, besteht die Gefahr, dass sich die Creme verfärbt und/oder die Beeren einsinken.

Topping
gaaanz viele Blaubeeren
ein Klecks Lemon Curd
etwas geraspelte Zitronenschale

Alles ganz nach Belieben auf der Tarte anrichten. 

Und dann: Genießen! Ich habe diese Tarte unterstützt durch ein Kühlpack durch halb Schleswig-Holstein transportiert und dann mit Blick auf einen See vom Garten aus in netter Gesellschaft verzehrt. Die Tarte hat alles gut überstanden und hat uns sehr gut geschmeckt 🙂 Vor allem war sie nicht zu süß und mit dem Joghurt/Quark auch sehr leicht.

Auf die nächste Ta (r)t (e),
Eure Anne

P.S.: Falls ihr den Boden auch mal backt, lasst mich gerne mal wissen, bei welchen Temperaturen ihr den Pâte Sablée hergestellt habt und wie das so geklappt hat 😉

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2 Gedanken zu “Leichte Blaubeer-Tarte mit Lemon Curd-Joghurt-Füllung

  1. Uhh… dass ist also aus den Waldblaubeeren in dem süßen Körbchen gezaubert worden ! !! Sieht fantastisch aus! Das werde ich mit meiner neuen Küchenmaschine am Wochenende auf jeden Fall ausprobieren 😋😋😋

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