Ein Klassiker: Französische Apfeltarte

Ich war auf der Suche nach weiterer Inspiration für meine nächsten Tarte-Backaktionen. Dabei stieß ich vor Kurzem auf den Blog „Französisch kochen“ von Aurélie Bastian. Sie hat eine eigene Kategorie für Tartes – naja, wahrscheinlich für eine Französin ganz selbstverständlich 😉 Da ich Koch- und Backbücher liebe, habe ich mir kurzerhand ihr Buch „Tartes & Tartelettes“ bestellt. Und daraus stammt auch das Rezept, das ich Euch heute vorstellen möchte: Französische Apfeltarte (nach Aurélie Bastian). Und was passt gut zu Äpfeln? Ich finde Nüsse sind ein guter Partner!

Bis vor einigen Jahren mochte ich ehrlich gesagt Haselnüsse nie so richtig, sie waren mir oft zu bitter. Aber dann habe ich einmal für ein Rezept Haselnüsse angeröstet und das war ein entscheidendes Erlebnis für meine Beziehung zu Nüssen! Seitdem gilt für mich: Nüsse, vor allem Haselnüsse, müssen – wirklich müssen! – geröstet werden! Als Topping für die köstliche Apfeltarte habe ich außerdem eine Salzbutter-Karamell-Soße hergestellt. Das Rezept habe ich auf dem Foodblog „Grain de sel – Salzkorn“ entdeckt. Karamellsoße hatte ich vorher schon mehrmals gemacht, diese Variante mit Salz ist etwas speziell aber mir schmeckt es ganz hervorragend. Vor allem wenn es noch warm über die Tarte gegeben wird: ein Träumchen!

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Los geht’s, hier kommt das Rezept:

Französische Apfeltarte (nach Aurélie Bastian) mit gerösteten Haselnüssen und Salzbutter-Karamell

Mürbeteig
250g Weizenmehl
125g zimmerwarme Butter
60g Zucker
1 Ei (Größe M)
etwas Vanillemark
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Vorbereiten: Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Bereite Deine Tarte-Form vor. Ich habe kleine Tarte-Ringe verwendet. Die sind antihaftbeschichtet und man muss sie nur etwas mir Mehl bestäuben und stellt sie dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Aber natürlich kannst Du auch andere Tarteformen oder eine Springform verwenden. Für das Blindbacken schneide Dir Backpapier in der für die Backform benötigten Größe zurecht.
Boden backen: Verknete alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig. Diesen rollst Du auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Achte darauf, dass der Teig nicht zu dick ist, ca. 5mm hat sich bei mir bewährt. Dann reisst er nicht so schnell ein, wenn man ihn in die Form bringt und gleichzeitig ist er am Ende nicht zu dick. Nun bringst Du den Teig in Deine vorbereitete Form. Ich habe dafür jeweils einen Kreis für den Boden ausgeschnitten und einen Streifen mit der gewünschten Höhe für den Rand. Das Ganze in die Tarte-Ringe zu bringen ist etwas fummelig, aber mit etwas Übung geht es dann ganz gut. Man muss nur aufpassen, dass man den Übergang zwischen Boden und Rand gut zusammendrückt und keine Löchen bleiben! Steche den Boden mehrmals mit einer Gabel ein, damit er sich beim Backen nicht wölbt. Lege dann das zurechtgeschnittene Backpapier auf den Teig und fülle die Hülsenfrüchte zum Blindbacken darauf. Backe den Boden für 10 Minuten, entferne dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier und backe den Boden nochmal für ca. 10 Minuten. Achte darauf, dass der Boden nicht zu dunkel wird, ggf. einfach etwas früher aus dem Ofen nehmen.

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Füllung
2-3 Äpfel, z.B. Braeburn
2 Eier
3-4 EL Zucker
etwas Vanillemark
250g Crème fraiche

Schäle und entkerne die Äpfel und schneide sie in dünne Scheiben. Dann rührst Du die übrigen Zutaten zu einer glatten Masse zusammen.
Gebe die Creme in den fertig gebackenen Tarteboden und lege die Apfelscheiben schön ordentlich darauf (naja, wenn’s unordentlich ist, wird es trotzdem gut schmecken ;-)). Die Tarte nun für 35 Minuten bei 180°C mit Ober- und Unterhitze backen.

Während der Backzeit kannst Du das Topping zubereiten:
Salzbutter-Karamell-Soße
1/2 Vanilleschote, das ausgekratzte Mark und die Schote
1/4 TL Salz, ggf. etwas mehr
10 g weiche Butter
75 g Zucker
200 g Sahne, etwas angewärmt (aber nicht gekocht)

Verknete das Vanillemark und das Salz mit der Butter. Den Zucker in einem Topf karamellisieren und dann mit der Sahne ablöschen. Vanilleschote hineingeben, solange rühren, bis der Karamell sich gelöst hat. Sei nicht zu ungeduldig, wenn der Karamell zunächst eher als Klumpen am Löffel klebt. Wenn Du weiterrührst wird sich alles langsam lösen – versprochen! Wenn es soweit ist das Ganze weitere 5 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und die Vanille-Salz-Butter unterrühren. Probieren und je nach Geschmack ggf. noch etwas nachsalzen.

Geröstete Haselnüsse
Gib Haselnüsse in gewünschter Menge in eine beschichtete Pfanne (ohne Fett!). Dabei sollten es nur so viele Nüsse sein, dass sie maximal in einer Schicht liegen. Stell den Herd auf eher hohe Temperatur und nun heißt es warten und aufmerksam sein. Bei mir dauert es immer etwas, bestimmt 10 Minuten, bis die Nüsse überhaupt anfangen zu rösten. Dann immer mal rühren und beobachten. Wichtig ist, dabei zu bleiben, damit sie nicht plötzlich anbrennen! Solange, bis die gewünschte Bräunung vorhanden ist. Lasst die Nüsse dann etwas abkühlen. Dann könnt ihr sie etwas aneinanderreiben bzw. mit den Fingern die Haut ablösen. Wenn sie sich nicht komplett ablöst ist das nicht schlimm. Das meiste geht bei mir immer gut ab. Und probier jetzt mal! Ist es nicht erstaunlich, wie viel besser geröstete Haselnüsse schmecken? Die Haselnüsse kannst Du dann noch klein hacken.

Ich finde, die Apfeltarte schmeckt am Besten wenn sie frisch aus dem Ofen warm auf den Tisch kommt. Streusel die gerösteten Haselnüsse nach Belieben darüber – bei mir dürfen es gerne ein paar mehr sein – und gebe etwas von der Salzbutter-Karamell-Soße dazu. Lass es Dir schmecken!
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Auf die nächste Ta(r)t(e)!
Bis bald,
Eure Anneke

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5 Gedanken zu “Ein Klassiker: Französische Apfeltarte

  1. Ganz andere Variante als ich das als Tarte kenne – aber nicht uninteressant. Vielen Dank übrigens für deinen Besuch auf meiner Seite. Ich bin von deinem Blog begeistert, schön gemacht und ich muss ihn mir auch gleich mal abspeichern um immer wieder mal was neues zu entdecken. LG aus dem Norden. Chrissi

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